Tag 054, Nischni Nowgorod, Russland

Die Wolga hat mich wieder. Hat mich aber über 5 Stunden gekostet. Ungefähr auf halber Strecke setzte mein Handy aus, somit auch mein Navi. Und dann sagte mir das blöde Gerät, dass keine Offline-Karte drauf sei. Wie blöd ist das denn, ich hatte ja schließlich 200km zurückgelegt, und das offline. Ist mir jetzt zum 3. Mal passiert. Ich auf der Suche nach offenen wlan. Fündig geworden, sah ich aber gleich: Trotzdem Anmeldung erforderlich. War ein Spielsalon, vor der Tür stand eine Frau und rauchte, Ich erklärte ihr mein Problem. Sie: Habe keine Ahnung, ist mein 1. Arbeitstag heute.
Und dann finde mal auf die Schnelle ein Cafe/Restaurant UND einen Parkplatz. Es gelang. Der Wirt gab mir das Passwort, ich konnte weiter zur E22. 4-spurige Straße von Moskau kommend. Hat mich 45 Minuten gekostet. Auf den so etwa 170 km auf dem Highway standen so sicher über 10 mobile Blitzer. Ich bin immer nur um die 100 gefahren, weiß bis heute nicht, wie schnell man auf Autobahnen fahren darf. Das Internet schreibt einmel 100, dann wieder 110 km/h. Und war das überhaupt eine Autobahn mit Kreuzungen, Ampeln, Übergängen?

Kirchruine unterwegs


Woskresenie heißt auf Deutsch Sonntag.

Für die Einwohner ist wohl jeder Tag Sonntag – die Glücklichen!


Nischni Nowgorod spielte im Mittelalter für den Handel mit Westeuropa eine große Rolle. Hab‘ heute vom Ort noch nicht viel gesehen. Hier ein paar wenige Bilder:

tolles Holzhaus


und das kann man kaufen.


Morgen nochmal im Hellen.

Bankgebäude


Nein, es ist ein Pfeiffenladen, glaube ich.


Hab mal 3 Minuten-Videos rausgesucht. Das 1. zeigt einen lebenmüden Motorradfahrer, als ich letzte Woche das 1. Mal nach Moskau rein bin. Leider nur kurz, ab Sekunde 54.
Dann einen Porsche, dem alles zu langsam ist und jede mögliche Spur nimmt. Und weg war er. Ich fuhr links, weil die Straße da besser war.
Uns das letzte zeigt ein kleines Problem: In den letzten Großstädten stammt die Fahrbahnmarkierung noch aus Gorbatschows Zeiten. So gehts ja inzwischen, stressig wirds im Kreisverkehr.
Und dann noch DIE Sensation! Die Berlin Volleys haben gestern auch in Moskau mit 3:2 gewonnen und stehen somit im final four der Championsleague! Der 1. Satz wurde mit 37:35 gewonnen! Zur Erinnerung: normalerweise ist ein Satz bei 25 zu Ende!