Tag 111, Sokrytovka, Russland

Keine 100 Meter von meinem Hotel entfernt, befindet sich der Ort, an dem Generalfeldmarshall Paulus gefangen genommen wurde:

Kellereingang eines Kaufhauses.

Naturschutzgebiet?

Richtig gutes Museum (wohl auch, weil es Vieles auf Deutsch zu lesen gibt).

Paulus und der ihn gefangen nahm.

Unmengen Briefe, die nicht abgeschickt wurden.

Raum der Festnahme


Wiedermal Regen unterwegs. Und nur Steppe.


Wollte eigentlich auf der westlichen Seite bleiben, aber da gab es im Internet nur eine Unterkunft: Ferienhaus für 8 Personen für 85 €. War mir nichts. Musste also über die Wolga und das Ostufer entlang. Sorgen machte ich mir, da es nur eine Nebenstraße war. Ging aber mit der Qualität. Kaum über den Fluss, war ich schon wieder in einer anderen Zeitzone. Also wieder +2.
Und dann etwas, was mir noch gar nicht passiert ist: Meine google-maps zeigten mir an, dass die Straße hier zu Ende sei, das Ziel aber wurde in 2km angezeigt. Asphalt gab es schon einige km nicht mehr. Fragte auf einem Feld, wo gerade Weißkohl geerntet und verladen wurde. Keine Hilfe. Die fand ich bei einer Frau,fragte u.a., ob sie Englisch könne. Nein, sie sei eine Usbekin. Sehr logisch. Hilfe folgte aber trotzden, sie rief jemanden an. Als er kurz darauf erschien, sagte er nur: Geradeaus, dann rechts. Und ich fand den Weg!


Eine Sache war schlimm: Fliegen und Mücken. Einige liefen hier wie Imker rum.

Die beiden litten auch.


Internet gab es auch keins, also lesen und DVD. Wollte kurz nach 11 gerade das Licht ausmachen, klopfte es an meinem Bungalow. Ein junger Mann fragte, ob ich mich nicht zu ihnen gesellen wolle. Er konnte etwas Deutsch. Ich wollte. Einer konnte etwas Englisch. Sie seien zum Fischen da, das sei für morgen geplant. Ob ich nicht mitmachen will. Ich ließ mich überreden, also verlängerte ich.

Im Morgengrauen gings zurück zum Bungalow.