Tag 095, Kurgan, Russland

War pünktlich um halb 10 im Restaurant zum Frühstück: Restaurant leer. Im gesamten Hotel kein Angestellter. Ich rufe: „Hallo!“ Nichts. Nach 10 Minuten erscheint ein junger Mann, wirkt sehr überrascht. Er macht mir mein Frühstück.
Check out,Abfahrt. Ab hier fahre ich endlich wieder eine andere Strecke und gibt es wieder Europa-Straßen. Vielleicht mal 4-spurig?
Pustekuchen, der bisher schlechteste Straßenzustand, den ich in Sibirien erleben muss.
Die Landschaft wird immer mehr zur Steppe:

Und zwischendurch das: Da rollen, nachdem der alte, kleine, grüne Transporter aus dem Bild ist, link ins Feld 2 Reifen, die dem dann stehenden LKW abhanden gekommen sind.
Ist mir ein Rätsel, wie die hinteren linken Räder nach rechts wegrollen können. Alles sehr glücklich abgelaufen! Und statt einem Feld hätte da auch ein See sein können!
Falls kein Player zur Hand:

Die beiden kleinen dunklen Punkte sind die Räder des Trucks.


Und dem fehlt was hinten.

Da regnet es kräftig.


Kurgan toppte noch die Straßenqualität. Bin auf dieser Zumutung anfangs dem Bus hinterher. Immer eine gut Orientierung. Doch dann wurde ich unaufmerksam. Und dann passierte es. Bei Sekunde 34 knalle ich in ein Schlagloch, das in einer Pfütze versteckt war. Mir blieb fast das Herz stehen! Das ist das Resultat: Die Rezeption beschrieb mir den Weg zur nächsten Werkstatt. „km, fand ich gleich. Doch dort machte man mir klar, dass sie nur Autos und keine Räder reparieren. Beschieben mir den Weg zur nächsten „Remont – Aftomobil“. Ich hin, zeigte das Problem. Nach keinen 5 Minuten gings los, zwischen Matsch und Pfützen, aber erfolgreich!Zuerst das Vorderrad. Hatte etwas Zeit:

Die Werkstatt ist genau an der richtigen Stelle! Das Hinterrad hatte nicht so viel abbekommen, Auswuchtung aber auch dort. 600 Rubel, knapp 10€.
Nachtrag, einen Tag später: Gestern Abend fiel das Internet aus. Ich zur Rezeption, Anruf und eine deutschsprechende Frau in der Leitung. Kurze Erklärung. Und sie erzählte, dass sie 3 Jahre in Stuttgart und Sindelfingen gelebt hätte. Und bot an, in etwa 30 Minuten zum Hotel zu kommen. Das konnte ich nicht annehmen. Helfen konnte sie sowieso nicht. Erst am Herrentag beim Frühstück machte mein Handy die bekannten whats-app-Geräusche.
Und dann erblicke ich die Uhr an der Rezeption: Fragte, ob hier schon wieder eine neue Zeitzone im Vergleich zu Ischim sei. Antwort: Nein.
Und dann machte es Klick! Schon in Ischim war eine neue Zeitzone, was ich nicht mitbekam. Das erklärt auch den komischen Gesichtsausdruck des Kochs beim Frühstück. Ich war eine Stunde zu zeitig da….. Bin also nur noch 3 Stunden voraus.
Die Stadt hat sicher beste Chancen ins Guinness-Buch zu kommen als der Ort mit den meißten und größten Schlaglöchern. In einige passen Sumo-Ringer rein!

Warum da wieder „Kinder“ steht, ?