Tag 179, Jerewan, Armenien

Nachtrag zu meinem Hotel: Als ich gestern kurz nach 10 zurück bin, war das Hotel zu. Abgeschlossen! Gut, dass beim Taxi-Service noch Licht brannte. 5 Minuten später kam die Dame und öffnete. Sie dachte, ich wäre auf meinem Zimmer. Was aber, wenn was passiert und man eingeschlossen ist. Naja….
Das Haus kämpft ums Überleben: Habe mich mal auf der Etage über mir umgesehen. Total verstaubte Räume, keine Duschen. Es wird also nur der 1. Stock vermietet, wenn überhaupt. Und, ich sah das und interpretiere das so:

Die Trennwand vom Balkon hat einen mächtigen Riss: Erdbebenschaden?

Im Foyer war der Fußboden auch eigenartig verändert: Habe auf der Fahrt nach Jerewan einen Abstecher zum Kloster Norawank gemacht:

Der kleine Bach hat das Tal geschaffen.

Es gab wohl nur schlanke Mönche.

Tolle Dachkonstruktion.

Diese Kirche hat 2 Räume – übereinander. In den oberen kommt man nur über diese Außentreppen.

Recht schmal.

Da hinten ist Aserbaidschan.

Armeestation an der Grenze.

Erdwall, um keinen Blick auf die Grenze zu erhalten. Mit getarntem Wachhäuschen.

Hin und wieder war eine Lücke-hinten die Grenze zum ungeliebten Nachbarn.

Bin für knapp 10 Minuten durch Aserbaidschan gefahren, google.maps zeigte es auch an. In der Realität war es anders. Armenien hat sich diese Exklave einverleibt.

Grenze umstritten, sagt die Kartenlegende.


Beide Länder haben seit dem Zerfall der Sowjetunion große Probleme miteinander. Sage nur Bergkarabach. Und es gibt einige Exklaven:

Links oben 2 AZ in AR, rechts unten AR in AZ.

Sind natürlich von den jeweiligen „Gastgeberländern“ annektiert worden.Konnte auch einen Blick in die Türkei erhaschen. Der war nicht so toll, der Ararat war im Dunst versteckt, besonders der Große von beiden:Wikipedia hat schönere Bilder:
In Jerewan hatte ich heute erstmals in Armenien so etwas wie Straßenverkehr!