Tag 119, Stawropol, Russland

Die Fahrt heute war ok. Die Straße richtig gut. Auch das muss mal gesagt, geschrieben werden! Wenn ich manchmal über die Straßenqualität gemeckert habe, muss ich aber eine Sache klarstellen: Bürgersteige, falls überhaupt vorhanden, sind WESENTLICH katastrophaler!
Bilder der Fahrt: Die ebene Graslandschaft verwandelte sich so in landwirtschaftliche Kulturfläche. Ich sah hier erstmals Getreidefelder.

Und Mohn.

In der Mitte das Damms war eine Kontrollstation, an der alle halten mussten. Der uniformierte Wegelagerer wollte wieder wissen, was ich gearbeitet hätte. Ich fuhr erneut meine Russischkenntnisse runter. Klappte, er war aber der 1. Kontrolleur, der meine grüne Versicherungskarte sehen wollte.
Bei der Einfahrt nach Stawropol irritierte mich folgendes Schild:

Unter dem Hauptstraßenzeichen ein Schild, das mir zu erkennen gibt, dass ich als Einfahrender Vorfahrt habe. Aber die Autos im Kreis auch! Eine Ampel half etwas beim Verstehen.

Aber, wozu Ampel UND Kreisverkehr? Der ist doch da, um Ampeln zu vermeiden. Und wenn die Ampel mal aus ist, wer hat Vorfahrt?
Ich hab‘ Probleme – sorry!
Im Hotel buchte ich meine Unterkünfte bis Donnerstag, meine Tage in Russland sind gezählt. Am 29. muss ich raus.
Stadtbummel. Hier ist die Leninstraße mal ausnahmsweise nicht die breiteste und belebteste Straße der Stadt.

Kunstmarkt im Park

Erinnert wohl an die Oktoberrevolution.

Und dann wieder Polizeikontrollen. Ein Platz war abgesperrt, mir wurde aber schnell klar, warum:

Public viewing beim Eröffnungsspiel des confed-cups

Russische Hymne – aufstehen.

Mich würde da keiner hochbekommen!

Leninstraße

ohne Kommentar

Zur Anlage gehört auch diese Darstellung des berühmten Fotos mit dem Rotarmisten und der Sowjet-Fahne auf dem Reichstag:

Als ich näher kam, konnte ich das Verlesen von Namen hören.

Hier holt man die Opfer aus der Anonymität:
Wenn ich überlege, dass die Russen an ihren Zeitzonen in der Vergangenheit richtig rumgedocktert haben, bin ich vom Ergebnis enttäuscht.

Diese beiden Bilder habe ich um halb 9 Ortszeit von meinem Zimmer aus aufgenommen. Dunkelheit


Um 22.15 Uhr entdeckte ich auf dem Klo der Hotel-Bar das:

Auch Frau Kas….. kommt mit den Zeitzonen auch nicht klar. Sie hat das WC auch schon um 24 Uhr gereinigt!